Love Me in Black (Black Box)

Love Me in Black (Black Box)

Love Me in Black (Black Box)

Love Me in Black (Black Box)

Dorothee Pesch hat im Laufe ihrer Karriere ihr Image wie ein Chamäleon gewechselt. Anfang der Achtziger als Metal-Chick gestartet und später zur handzahmen AOR-Sängerin verplüscht, mutierte sie in den späten Neunzigern von ihrer zuletzt gepflegten Prinzesschen-Erotik zur modernen Rock-Lady. Frau Pesch hat also viele Gesichter, doch dieses steht ihr eindeutig am besten. Der Titel des 1998er-Albums suggeriert zwar, dass Doro nach ihren Exkursionen in Elektro-beeinflusste Gefilde plötzlich den Gothic Rock für sich entdeckt hat (bzw. findige Marketingstrategen für sich hat entdecken lassen), führt jedoch in die Irre. Love Me In Black ist eine logische Fortsetzung des Machine II Machine-Werks und der dazugehörigen Remix-CD Machine II Machine – Electric Club Mixes. Diesmal jedoch mit mehr Abwechslung, was besonders den verschiedenen Producern zu verdanken ist. Es ist die Mischung aus Drum’n’Bass-Beats, fetten Gitarren und Doros zwischen verwundbarer Zartheit und bissiger Biestigkeit schwankender Stimme, die gleich den Opener “Do You Like It” zu einem ganz besonderen Schmankerl macht.

Dieser immer wieder auftauchende Gegensatz aus kühler Elektronik, Heaviness und den Vocals einer der wenigen wirklich großartigen Sängerinnen des harten Gitarrensektors lässt einen Reiz aufkommen, der schwer definierbar, dafür aber um so schöner ist. Nehmt nur “Poison Arrow” mit seiner Schnell-Metal-goes-Endneunziger-Beeps-und-Klonks-Attitüde oder das Industrial-Light-Opus “Terrorvision” (bei dem Frau Pesch doch glatt das Wörtchen “Motherf*****” über die zarten Lippen rutscht). Puristisch veranlagte SpezialistInnen aus dem modernen Dance-Sektor werden schon nach drei Sekunden ‘ne Krise kriegen und diese Soundbastarde in Grund und Boden verdammen, und auch Doros Old-School-Fans dürften vor Entsetzen mit wippendem Bierbauch das Weite suchen. Denen bleiben aber für den Notfall immer noch die Trademarks, ohne die eine Doro-Scheibe einfach nicht auskommt: diverse sehnsüchtige Rock-Balladen mit großen Hooks (allen voran das gigantische “Kiss Me Good-Bye”), der obligatorische deutsche Track und auch mal wieder eine Neuaufnahme eines Classics (diesmal eine sehr massive Version von Hearts “Barracuda”). Zwar finden sich unter den 15 Songs auch einige Füller, dafür ist die Dame auf den Booklet-Fotos aber dermaßen schön anzusehen, dass man das gut verschmerzt. Außerdem kommt diese limitierte CD-Version in einem sehr eleganten schwarzen Tray und mit einem erstklassigen Bonus-Track. –Jan Jaedike

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