NINA HAGEN am 13.07.2010

23/06/2010 0 Comments

 

 

 

Nina Hagen beim Honberg-Sommer 2010 – Am 13. Juli im Festivalzelt – Schon 1.000 Tickets verkauft – Veranstalter erwarten volles Haus – Nach 1996 zum zweiten Mal in Tuttlingen – Einstige Punk-Lady macht auch mit Buchveröffentlichung Furore – Exzentrisch, witzig, schrill und laut: Die Urmutter des Punk in Deutschland – Karten im Vorverkauf günstiger

 

Tuttlingen. Neben Detlef D Soost saß sie in der Pro7-„Pop Stars“-Jury, im März stellt sie ihre Autobiographie „Bekenntnisse“ bei der Leipziger Buchmesse vor und im Juli erscheint ihr neues Album „Personal Jesus“: Nina Hagen, einstige Punk-Ikone und taucht . Am Dienstag, 13. Juli, steht die exzentrische, witzige und schrille „Urmutter des deutschen Punks“, Vorreiterin der deutschen Welle und legitime Nachfahrin von Zarah Leander beim 16. Tuttlinger Zelt- und Musikfestival Honberg-Sommer auf der Bühne. In der Burgruine auf dem Honberg stellt sie Songs ihres neuen Albums vor und spielt ihre größten Hits. Konzertbeginn ist um 20 Uhr, letzte Karten sind noch im verbilligten Vorverkauf zu haben.

 

Mit den endlich halbwegs sommerlichen Temperaturen steigt spürbar auch die Vorfreude auf den Honberg-Sommer: Zwei Wochen sind es noch bis zum Fassanstich am 9. Juli, mit dem der Tuttlinger Honberg-Sommer (bis 25. Juli) traditionell startet. Und auch beim Konzert von Nina Hagen sind die veranstaltenden Tuttlinger Hallen mit der Ticketnachfrage „sehr zufrieden“, so Festivalchef und Geschäftsführer Michael Baur: Gut 1.000 Tickets sind für dieses Konzert im Vorverkauf schon abgesetzt. Die Veranstalter rechnen mit einem ausverkauften Festivalzelt. Kein Wunder, denn Nina Hagen gehört zu den wenigen deutschen Künstlerinnen, für die Begriffe wie „Gesamtkunstwerk“, „Ikone“ oder „Kult“ zutreffen. Bei ihr verschmelzen eine charismatische Persönlichkeit und grenzenlose Schaffenskraft. Die “Mother of Punk” hat in ihrem Leben für etliche Kontroversen gesorgt, die Massen gespalten, zahlreiche Preise eingeheimst und sich dabei immer ihre von Kritikern verschriene Schrägheit und die eigene Kreativität bewahrt.

 

Ursprünglich wollte die 1955 in Ostberlin geborene Sängerin wie ihre Mutter Eva Maria Hagen Schauspielerin werden, doch ihr Aufnahmebegehren wurde abgelehnt. An mangelnder Begabung der damals 17-jährigen lag das weniger, eher an ihrem Stiefvater Wolf Biermann. In seinem Gefolge verlässt sie die DDR. So widmete sich Nina Hagen voll und ganz der Musik. Im Herbst 1977 gründete sie mit Kreuzberger Musikern um Herwig Mitteregger die Nina Hagen Band. Ihr erstes Album besang mit Berliner Deftigkeit und punkiger Unverblümtheit radikalen Feminismus, Fetischismus und Bisexualität. Die Resonanz war überwältigend. “TV Glotzer” von der ersten LP “Nina Hagen Band” (1978) und der “African Reggae” von “Unbehagen” (1979) laufen Ende der Siebziger auf jeder coolen Party. Nach einem Ausflug in das Mutterland des Punk gründet Nina 1977 die Nina Hagen Band, die später (ohne Nina) als Spliff bekannt werden sollte. Und bis heute ist Nina Hagen einer der schrillsten Paradiesvögel der Republik geblieben. Auch mit wilden Ufotheorien, autoerotischen Demonstrationen, ihrem Interesse an Esoterik und Buddhismus, ihrem Engagement für Tierschutz oder mit der Hochzeit mit einem 17-jährigen Punkmusiker auf Ibizia, der nach nur einer Woche die Trennung folgt, zementiert Hagen ihr Image als schrillster Pop-Star Deutschlands. Daneben sorgt sie auf Bühnen in ganz Europa für unvergessliche Konzertabende – einmal auch schon, 1996, beim Tuttlinger Honberg-Sommer. Jetzt kommt sie – zum 40-jährigen Bühnenjubiläum – wieder in die Donaustadt.

 

Mit der „Rock-& Gospel“-Tour 2010 rockt sie von Brest bis Wien und von Budapest bis

Helsinki. Nina hat alles im Gepäck, was sie in Jahrzehnten an Grooves, Beats und Messages zu ihrem energiegeladenen Universum zusammengebaut hat. Die Band in klassischer Rockbesetzung (Warner Poland an der Gitarre, Michael Ryan am Bass, Fred Sauer an Orgel und Keyboards und am Schlagzeug Marcellus Puhlemann) lässt die legendäre Stimme der musikalischen Weltenbummlerin in voller und gereifter Grösse glänzen. Dass Nina Hagen gerade ihren 55. Geburtstag gefeiert hat, merkt man der Frontfrau kaum an. Um Maßstäbe hat sie sich nie gekümmert – jetzt macht sie sich daran wieder neue zu setzen.

 

Wer sich noch Karten für den Honberg-Sommer sichern möchte, kann dies u.a. in der Ticketbox in Tuttlingen (beim Runden Eck, Königstr. 13) sowie bei den weiteren bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in der Region und bei vielen überregionalen Vorverkaufsstellen tun. Auch ein telefonischer Kartenservice ist eingerichtet unter Tel. 07461 / 910996. Onlinebestellungen sind möglich unter www.tuttlinger-hallen.de oder www.honbergsommer.de.

 

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